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Die Geschichte des Weinanbaus auf Teneriffa

Kurz nach der Eroberung im Jahre 1402 wurden die ersten Reben gepflanzt; durch wen lässt sich heute schwer sagen, denn sowohl die spanischen Eroberer als auch die Portugiesen brachten Weinreben auf die Inseln. Zu Beginn wurde nur Weißwein aus der Malvasia Traube angebaut, der damals als “Canary Sack” europaweit sehr beliebt war. Dieser entwickelte sich sher schnell zu einem Spitzenprodukt, was allerdings den Weinbauern auf dem Festland ein Dorn im Auge war. Waren doch die Kanaren lediglich eine Kolonie und nicht eigenständig, wie sie es heute sind. Die Casa de Contracción y el Consejo de Indias in Sevilla legte daraufhin ein Kontingent für Wein von den Kanaren fest und ab diesem Zeitpunkt durften die Weinfässer nur noch über den Hafen von Sevilla gehandelt werden. Nach gut 200 Jahren hin und her bedeutete dies letztendlich vorerst das Aus für den Wein der Kanaren. Hinzu kamen neue Produkte, wie den Sherry oder der Madeira und die Qualität verschlechterte sich zunehmend.

Den Weinbauern blieb folglich keine andere Möglichkeit als ihre bisherige Produktion zu Überdenken, was auch um 1984 in Tacaronte auf Teneriffa mit dem Zusammenschluss der regionalen Weinbauern einher ging. Als erstes offizielles Weinbauangebiet auf den Kanaren wurde die gemeinsame Herkunftsbezeichnung “Tacaronte-Acentejo” gegründet. Allerdings wurde erst 1992 diese als D.O.C., also als geschützte Herkuftsbezeichnung, eingetragen.

Die allgemeine Besonderheit des Weinanbaus auf den Kanaren ist nicht nur der vulkanische Boden und der einhergehende mineralische Charakter, sondern der Anbau in hohen Lagen von bis zu 1700m Höhe. Die Höhe ermöglicht eine stärkere Sonneneinstrahlung, wobei der Zuckergehalt der Trauben zunimmt und somit folglich auch der Alkoholgehalt. So erhält man intensiv gefärbte Weine mit mit gutem Säuregehalt, Aroma und Geschmack.

In der jüngsten Vergangenheit begannen die kanarischen Weinbauern damit, sich in der Tacaronter Alhondiga einer Qualitätsprüfung zu unterziehen. Vor 25 Jahren noch fast unbekannt, erhalten heute kanarische Weine immer häufiger heißbegehrte Auszeichnungen.

 
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